«Ich habe bereits zwei Menschen bis zu ihrem Tod palliativ begleitet. Sie wurden von ihren Angehörigen beim Palliativen Begleitdienst des SRK Unterwalden angemeldet. Ich habe schon festgestellt, dass die Angehörigen oft mehr Mühe mit dem Sterben haben als die Betroffenen selber.
Als ehemalige Pflegefachfrau hatte ich viel mit dem Tod zu tun gehabt, das Sterben gehört für mich einfach zum Leben dazu. Die Begleitung wird von Freiwilligen geleistet und ist grundsätzlich kostenlos. Nur allfällige Spesen gehen zu Lasten der zu begleitenden Person. In der Regel gehe ich einmal pro Woche vorbei. Wir treffen uns jeweils am Nachmittag für gut zwei Stunden oder solange wie es die Kraft der Betroffenen erlaubt. Bei den Treffen reden wir über das Leben. Oft wird das mit einem Spaziergang verbunden.
Die Gespräche sind für mich als Freiwillige eine Bereicherung und oft wird auch gemeinsam gelacht. Beim Sterben selbst können wir nicht helfen. Aber wir können für den Menschen da sein und spüren, was er braucht. Das Schöne ist, wenn man diese Wünsche erfüllen kann. Diese wertvollen Begegnungen sind mir noch heute in guter Erinnerung.»