«Wir haben uns erstmals am 18. Januar 2021 getroffen, da waren zu viert. Heute sind wir rund sechs Leute. Wir organisieren uns in einer Chatgruppe. Lorena Sigrist ist die «Tätschmeisterin», fragt im Chat jeweils, wer Zeit hat für eine Veranstaltung oder auch Ideen für weitere. Jeder und jede kann sich da einbringen.
Wir haben uns in diesem Jahr öfters mit den Asylsuchenden getroffen, haben mit ihnen Uno oder Quartett gespielt oder gebastelt. Sehr lustig war ein Spielabend im Spitzenhaus Stans, wo wir uns zum Darts und Töggelen getroffen hatten. Ich bin immer begeistert über die positive Energie im Raum und das starke Gemeinschaftsgefühl und welche Fröhlichkeit und Offenheit diese Menschen ausstrahlen. Da können wir uns als Schweizer eine Scheibe abschneiden.
Menschen aus anderen Ländern zu treffen, finde ich sehr anregend. Ihre Kulturen und Schicksale und andere Realitäten kennenzulernen erweitert den eigenen Horizont enorm. Sprachbarrieren überwinden wir mit Zeichensprache, Gesten, Übersetzungs-Apps und mit Lachen. Das braucht keine Worte, ist ansteckend und tut der Seele gut. Auf das Jugendrotkreuz wurde ich durch eine Werbung im Bus aufmerksam. Das ist genau das soziale Engagement, das ich gesucht hatte, das für mich passt, neben meinem Job als Kanalinspektor und meinem grossen Hobby: Kochen. Zuhause koche ich für meine Mutter – sie hat’s lange genug für mich getan.»