«Ich bin seit vier Jahren in der Sterbebegleitgruppe dabei. Unser Einsatz geht jeweils von zehn Uhr abends bis um fünf Uhr morgens. Zuvor war ich bereits im Verein «Begleitgruppe schwerkranker und sterbender Menschen in Nidwalden» engagiert, der Verein wurde im April 2021 beim SRK Unterwalden angegliedert.
Seit 25 Jahren gestalte ich das Sterbegebet in Wolfenschiessen und begleite auf Wunsch die Trauerfamilie. Zudem unterrichtete ich einige Jahre als Katechetin.
Mit dem Tod habe ich mich schon seit langem beschäftigt, ich hatte ein Kind kurz nach der Geburt verloren, meine Lehrmeisterin in der Ausbildung, zuletzt meinen Mann, der im Alter von 67 Jahren einen Herzschlag erlitt. Danach hatte ich eine Pause von einem halben Jahr eingelegt bei der Sterbebegleitung.
Es ist wichtig, dass man in der Ruhe, mit sich selber im Reinen ist, wenn man Sterbenden in ihren letzten Stunden beistehen und ihnen Zuneigung schenken will. Ich halte es für sehr wichtig, dass Sterbende nicht alleingelassen werden. Mit dem Angebot vom SRK können Angehörige, die am Sterbebett wachen, auch mal eine Pause einlegen in der Gewissheit, dass ihre Liebsten nicht alleine gehen müssen.»